Ein Maxdome-Erlebnisbericht
Verfasst von Tenebrias am 18.02.2008 - 11:44
Als gelegentlicher Kinogänger kam ich nicht darum ab und an die Werbung für Maxdome zu sehen. Videos sehen, das irgendwie online – ich muss gestehen, dass von der Werbebotschaft quasi absolut gar nichts hängengeblieben ist. Der Neugier-Faktor wucherte also irgendwo bei Null herum und hätte das wahrscheinlich auch weiterhin getan, wenn sich nicht ein Kollege meiner erbarmt und etwas über Maxdome erzählt hätte.
„Die Videos suchst du dir online aus und dann werden sie auf den Rechner gestreamt.“ klang zumindest interessant genug, um einen genaueren Blick auf das Thema zu werfen und das tat ich dann am Abend auch.
Die Webseite sah soweit ganz übersichtlich aus, wenn man erst einmal durchschaut hat wie und warum da Sachen zu „Movie“, „Blockbuster“, oder „Serie“ kategorisiert werden. Eine erste kleine Ernüchterung befiel mich, als mir bewußt wurde, dass rumsurfen das eine, einen Film angucken das Andere ist -> Internet Explorer only.
Narv. Na gut.
Die Anmeldung ging schnell, beim Abschluss realisierte ich dann aber noch einen kleinen Tippfehler in der Kontonummer. Unerfreulich – besonders weil es keine Möglichkeit gab die Eingabe noch einmal zu korrigieren. Mist, verdammter.
Browser zu, Browser auf und noch einmal von vorn, bis ich bei der Registrierung die Meldung erhielt: Emailadresse bereits vergeben. Hu? Hatte ich das nicht abgebrochen vor dem Ende?
Zum Glück leide ich ja nicht unter einem Mangel nutzbarer Adressen, also Nummer 2 gewählt und diesmal ging dann auch alles glatt. Zum Schluss monierte eine Meldung: Das muss geprüft werden, wird eine Stunde dauern.
Vielleicht hätte ich das Experiment nicht auf das Wochenende legen sollen, tatsächlich dauerte es bis zur Freischaltung knappe 15 Stunden. Und dann lief es entgegen meiner pessimistischen Erwartungen tatsächlich nahezu problemlos: Filme lassen sich im Vollbild ansehen und das mit guter Qualität, dreimal gab es kurze Pausen beim Abspielen, aber das war noch im Rahmen.
Alles in allem eine bequeme Alternative zur Automatenvideothek um die Ecke?
Prinzipiell schon – wäre da nicht eine Kleinigkeit:
Maxdome ist natürlich die kostenfrei, man kann einen Film entweder direkt bezahlen und dann 24 Stunden lang ansehen, oder das Anschaurecht im Rahmen einer der angebotenen Flatrates wahrnehmen. Solche Flatrates gibt es für Movies, Serien, Kinder, Dokumentationen und noch einiges mehr – aber nicht für den Filmbereich „Blockbuster“. Und dazu zählt für mich der Großteil der interessanten Filme. Dabei ist es nicht einmal so, als wären nur brandneue Filme als Blockbuster markiert und damit extra zu zahlen – Waterworld mit Kevin Costner zählt auch noch als Blockbuster.
Die Kosten liegen nun bei 3 bis 4 Euro und das kann den geringen Aufwand für den Weg zur billigeren Videothek nicht aufwiegen.
Als Fazit bleibt für mich:
Ich werde die drei Testmonate mitnehmen und ansonsten doch bei der guten altmodischen Variante Automatenvideothek bleiben.
Basti sagte
Ist auch ungefähr meine Erfahrung…sooo gut ist maxdome nicht
Franz sagte
Hey,
ich kann Deine Ausführung in Bezug auf die Alternative Videothek nachvollziehen.
Allerdings bin ich selbst bereit mehr zu bezahlen, wenn ich dafür Weg und Zeit sparen kann.
Da Dein Aufwand hier wohl recht gering ist, würde ich allerdings genauso handeln…
Zu den Blockbustern:
Deine Beispiele sind nicht unbedingt repräsentativ. So kostet aktuell der neue Batman (The Dark Night) nur 1,99 Eur…
Auch eine Flatrate für Blockbuster, ist wirtschaftlich derzeit wohl kaum zu realisieren. Eine Videothek, die dies anbietet, ist mir nicht bekannt…
Die Bildqualität ist in der Tat schon jetzt sehr ansehlich- bald werden wohl auch HD-Inhalte angeboten…
Fazit: Die Testmonate gratis mitzunehmen ist sicher clever. Nur nicht vergessen zu kündigen, falls es nicht gefällt :-)
LG