Tenebrias

~ Ein Spiegel für den Winter meiner Seele ~

Weblog-Archiv für 20. Februar 2008

Iblamir

Verfasst von Tenebrias am 20.02.2008 - 09:13

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Artefakt, ein Schwert aus erstarrtem Feuer
  • Schöpfer: Alathor
  • Besitzer: Lili Kai’rish
  • Beinamen: Die Kaltlodernde
  • Sonstiges: Iblamir ist die Schwesterklinge Sanavehs, der „Himmelsglühenden“ und war lange im Besitz Thaumaels

Beschreibung

Iblamir, das aus Sternensilber geformte Schwert mit dem Beinamen „Die Kaltlodernde“ , offenbart sich auf den ersten Blick als etwas Besonderes: Die nahezu vier Spann lange Klinge scheint aus einer erstarrten Flamme zu bestehen, durch deren rotglühende Helligkeit der Hintergrund vage zu erkennen ist. Dort wo sich bei einer normalen Waffe die Fehlschärfe findet, nimmt die Glut einen etwas dunkleren Ton an, wächst zu geraden Parierstangen und einem knaufbewehrten Griff. Auch wenn das Auge daran zweifeln könnte, ist Iblamir doch vollständig materiell, fordert aber eine ganz spezielle Schwertscheide: Kaltlodernd mag der Name sein, aber dennoch trägt Iblamir die Glut der Flamme in sich und kann dünne Holzspäne allein durch seine Berührung schon zu entzünden. Diese Hitze bekommt auch Jeder zu spüren, der Hand an die Waffe legt.

Iblamir trägt ein eigenes, wenngleich auch an Konversation nicht wirklich interessiertes Bewußtsein. Damit ist die Kaltlodernde in der Lage sich den Träger zu wählen und dieser ist auch der Einzige, der die Waffe führen kann, ohne sich mit der flammenden Hitze auseinandersetzen zu müssen. Einem einmal gewählten Träger bleibt Iblamir treu, bis dieser entweder stirbt, oder gegen den Ehrenkodex der Waffe verstößt. Die Fähigkeit den Aufenthaltsort zu verändern geht wahrscheinlich auf allgemeine karmatische Fähigkeiten der Klinge zurück und könnte sich auch noch anderweitig ausprägen.

Für einen Geweihten ist die karmatische Signatur eindeutig zu bemerken, nicht aber einfach zuzuordnen – tatsächlich besitzt Iblamir keine abhängige Signatur einer Gottheit, sondern formt aus sich selbst heraus eine Identität. Das heisst: Iblamir läßt sich als Iblamir erkennen.

Als erstarrte Flamme hat Iblamir nicht nur keinen Bedarf an Reinigung oder gar Schleifstein, sie ist darüber hinaus nur durch entsprechend machtvolle Entitäten oder Gegenstände überhaupt zu beschädigen. Selbst die Konfrontation mit elementarem Eis oder Wasser vermag die Kaltlodernde nicht zu beeinflussen, sorgt aber im Gegenzug für eine Menge Dampf.

Mit Iblamir geschlagene Wunden hinterlassen verbranntes Fleisch und damit eine ganz unverkennbare Spur.

Durch die Augen eines Zauberers betrachtet, stellt sich die Waffe als Kuriosum dar: Sie besitzt nicht nur keine astrale Signatur, sondern ist auf der Astralebene überhaupt nicht sichtbar.

Geschichte

Thaumael hatte sich die Ehre gewählt und die Ehre brachte ihn dazu einen Kampf zu fechten, von dem er selbst nicht glaubte, gewinnen zu können. Verstehst du den Unterschied, zwischen Isidor und Thaumael? Sie beide kämpfen, aber ihre Gründe sind unterschiedlich. Aber keiner von ihnen ist bereit alles für den Sieg zu opfern. Nun, Isidor und Thaumael trugen beide Engelsschwerter, die ihnen Alathor gefertigt hatte: Sanaveh, „Die Himmelsglühende“ war Isidors Besitz, Iblamir „Die Kaltlodernde“ führte Thaumael. Den ersten Kampf entschied die Eherne Stirn für sich, den zweiten dagegen sein Herausforderer.
- neuzeitliche Unterweisung über das Wesen der Seraphim

Iblamir wurde einst von Alathor aus dem Herzen einen gefallenen Sterns geformt und ist die Schwesterklinge Sanavehs, der „Himmelsglühenden“, im Besitz Isidors. Ursprünglich als Geschenk für Thaumael bestimmt, nahm Iblamir die Ehrenhaftigkeit ihres Besitzers an und folgte dem Seraph später in die Verbannung. Iblamir zerbrach, wie Sanaveh auch, bereits zweimal: Jeweils in einem Kampf der beiden Schwesterklingen und es heisst, dass sie noch ein drittes, letztes Mal bersten müssen, bevor dieses Zeitalter endet.

Nach der Verschmelzung von Melainthea und Thaumael ging Iblamir in den Besitz von Lili Kai’rish über.

Veröffentlicht in Artefakt, Rollenspiel | Verschlagwortet mit : , , , , , , , , | Kommentar schreiben »

Cobija

Verfasst von Tenebrias am 20.02.2008 - 09:03

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Seraph in der Gefolgschaft Südens
  • Beinamen: Der Torwächter, Hüter der dunklen Pforten
  • Wahlspruch: /
  • Opfergaben: Federn aller Art, bisweilen auch Haut, selten Knochen
  • Symbole: Ein schwarzes Auge, bisweilen auch eine brennende Feder

Beschreibung

Eine unmenschliche Kreatur starrte uns schliesslich entgegen: Bald zwei Schritt hochgewachsen und mit einem Körperbau, der einem Stier alle Ehre machen würde, auf eine Art und Weise breitschultrig, die dennoch nicht ungeschlachtet wirkt.
Der weite Mantel verhüllt die meisten Details, selbst das Gesicht ist nicht zu erkennen, aber die gebogenen Widderhörner sind unverkennbar.
Cobija! – so rufe ich der Wesenheit ihren Namen entgegen, denn ich habe sie erkannt, noch bevor ich der Sense gewahr werden, deren flammende Klinge meinen treuen Begleiter nun zerreist. Seine Seele schreit noch lange, nachdem der zuckende Leib still liegt.
- Lemurin Crich, Entepores!

Cobija trägt noch immer den Hass mit sich, der im Laufe der Jahrhunderte des ewigwährenden Kampfes in ihm entfacht wurde. Die Blutgier des Seraphen wurde schliesslich zum Selbstzweck und Cobija fiel, wurde ein Teil der Schatten, die er einst bekämpft hatte.
- Findualia Illstan – Priesterin Südens aus dem Almanach der Zwietracht und des Hasses, neuzeitlich

Es heisst, dass der Wächter alle Federn verlor, als er fiel und seitdem danach trachtet seine Schwingen wiederherzustellen. Darum nimmt er jedem besiegten Seraph eine Feder ab und nimmt diese mit sich: Nicht allein als Trophäe eines Sieges, sondern auch und vor allem, um irgendwann die eigenen Schwingen heilen zu können.
- Findualia Illstan – Priesterin Südens aus dem Almanach der Zwietracht und des Hasses, neuzeitlich

Der gefallene Seraph galt einst als Wächter der Wege zu den Zwischenwelten, als ständiger Kämpfer gegen die dämonischen Heerscharen der Sieben Höllen. Es ist unklar, ob er von der ewigen Pflicht erschöpft oder von der Aussicht auf mehr vergossenes Blut versucht wurde, sicher gilt jedoch, dass er seinen Posten verließ und dafür durch Thaumael bestraft wurde. Die flammende Klinge Iblamir verbrannte die einstmals prachtvollen sechs Schwingen und ließ nicht mehr als dünne, zuckende Tentakel zurück, die Cobija heute verbirgt.

Manche Quellen ordnen Cobija heute der Gefolgschaft Südens zu, andernorts wird behauptet, dass er tatsächlich einem der Fürsten der Sieben Höllen seine Dienste antrug. Sie sind sich zumindest in der Beschreibung einig: Wenn der gefallene Wächter heute auftritt, dann trägt die flüsternde Widderhornkrone Nauntelrir und verhüllt die verstümmelten Reste seiner Schwingen unter einem weiten, zerfledderten Mantel.

Angerufen wird der Seraph heute vor allem, um sich der Hilfe bei Racheakten aller Art zu versichern, aber nur selten einmal erhört Cobija einen Ruf. Ruhelos streift er immer zwischen den Welten umher und sucht nach der Asche seiner verbrannten Flügel.

Geschichte

Es gibt bislang kein dokumentiertes Auftreten Cobijas

Veröffentlicht in Rollenspiel, Seraphim | Verschlagwortet mit : , , , | Kommentar schreiben »