Für den eiligen Leser
- Einordnung: Artefakt, ein Schwert aus erstarrtem Feuer
- Schöpfer: Alathor
- Besitzer: Lili Kai’rish
- Beinamen: Die Kaltlodernde
- Sonstiges: Iblamir ist die Schwesterklinge Sanavehs, der „Himmelsglühenden“ und war lange im Besitz Thaumaels
Beschreibung
Iblamir, das aus Sternensilber geformte Schwert mit dem Beinamen „Die Kaltlodernde“ , offenbart sich auf den ersten Blick als etwas Besonderes: Die nahezu vier Spann lange Klinge scheint aus einer erstarrten Flamme zu bestehen, durch deren rotglühende Helligkeit der Hintergrund vage zu erkennen ist. Dort wo sich bei einer normalen Waffe die Fehlschärfe findet, nimmt die Glut einen etwas dunkleren Ton an, wächst zu geraden Parierstangen und einem knaufbewehrten Griff. Auch wenn das Auge daran zweifeln könnte, ist Iblamir doch vollständig materiell, fordert aber eine ganz spezielle Schwertscheide: Kaltlodernd mag der Name sein, aber dennoch trägt Iblamir die Glut der Flamme in sich und kann dünne Holzspäne allein durch seine Berührung schon zu entzünden. Diese Hitze bekommt auch Jeder zu spüren, der Hand an die Waffe legt.
Iblamir trägt ein eigenes, wenngleich auch an Konversation nicht wirklich interessiertes Bewußtsein. Damit ist die Kaltlodernde in der Lage sich den Träger zu wählen und dieser ist auch der Einzige, der die Waffe führen kann, ohne sich mit der flammenden Hitze auseinandersetzen zu müssen. Einem einmal gewählten Träger bleibt Iblamir treu, bis dieser entweder stirbt, oder gegen den Ehrenkodex der Waffe verstößt. Die Fähigkeit den Aufenthaltsort zu verändern geht wahrscheinlich auf allgemeine karmatische Fähigkeiten der Klinge zurück und könnte sich auch noch anderweitig ausprägen.
Für einen Geweihten ist die karmatische Signatur eindeutig zu bemerken, nicht aber einfach zuzuordnen – tatsächlich besitzt Iblamir keine abhängige Signatur einer Gottheit, sondern formt aus sich selbst heraus eine Identität. Das heisst: Iblamir läßt sich als Iblamir erkennen.
Als erstarrte Flamme hat Iblamir nicht nur keinen Bedarf an Reinigung oder gar Schleifstein, sie ist darüber hinaus nur durch entsprechend machtvolle Entitäten oder Gegenstände überhaupt zu beschädigen. Selbst die Konfrontation mit elementarem Eis oder Wasser vermag die Kaltlodernde nicht zu beeinflussen, sorgt aber im Gegenzug für eine Menge Dampf.
Mit Iblamir geschlagene Wunden hinterlassen verbranntes Fleisch und damit eine ganz unverkennbare Spur.
Durch die Augen eines Zauberers betrachtet, stellt sich die Waffe als Kuriosum dar: Sie besitzt nicht nur keine astrale Signatur, sondern ist auf der Astralebene überhaupt nicht sichtbar.
Geschichte
Thaumael hatte sich die Ehre gewählt und die Ehre brachte ihn dazu einen Kampf zu fechten, von dem er selbst nicht glaubte, gewinnen zu können. Verstehst du den Unterschied, zwischen Isidor und Thaumael? Sie beide kämpfen, aber ihre Gründe sind unterschiedlich. Aber keiner von ihnen ist bereit alles für den Sieg zu opfern. Nun, Isidor und Thaumael trugen beide Engelsschwerter, die ihnen Alathor gefertigt hatte: Sanaveh, „Die Himmelsglühende“ war Isidors Besitz, Iblamir „Die Kaltlodernde“ führte Thaumael. Den ersten Kampf entschied die Eherne Stirn für sich, den zweiten dagegen sein Herausforderer.
- neuzeitliche Unterweisung über das Wesen der Seraphim
Iblamir wurde einst von Alathor aus dem Herzen einen gefallenen Sterns geformt und ist die Schwesterklinge Sanavehs, der „Himmelsglühenden“, im Besitz Isidors. Ursprünglich als Geschenk für Thaumael bestimmt, nahm Iblamir die Ehrenhaftigkeit ihres Besitzers an und folgte dem Seraph später in die Verbannung. Iblamir zerbrach, wie Sanaveh auch, bereits zweimal: Jeweils in einem Kampf der beiden Schwesterklingen und es heisst, dass sie noch ein drittes, letztes Mal bersten müssen, bevor dieses Zeitalter endet.
Nach der Verschmelzung von Melainthea und Thaumael ging Iblamir in den Besitz von Lili Kai’rish über.