Tenebrias

~ Ein Spiegel für den Winter meiner Seele ~

Archiv für März 2008

Elimnel

Verfasst von Tenebrias am 03.03.2008 - 12:39

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Seraph in der Gefolgschaft Tyraels
  • Beinamen: Die Glaubenshüterin
  • Wahlspruch: „Es gibt keinen Zweifel.“
  • Opfergaben: Keine, Elimnel verspricht man eine Quest
  • Symbole: Kreis, gefaltete Hände, bisweilen stilisierte Siegel, selten ein zum Schwert auslaufendes Ankh

Beschreibung

Elimnel wird nicht allein dem Kreis der ersten Acht zugeordnet, sondern gilt nach Gorath als die Zweite, die sich der Offenbarung Tyraels anschloss. Obgleich unzweifelhaft eine der mächtigeren Lichtgeborenen, wird sie doch verhältnismäßig selten angerufen und es gibt selbst unter den geweihten sterblichen Dienern des des Erstgeborenen nur Wenige, die sich Elimnel als Patron erwählt haben. Bisweilen wird als Grund genannt, dass die Rolle Elimnels als Glaubenshüterin in der Mitte zwischen dem ungezügelten Kampfeswillen Isidors und der Geborgenheit verheissenden Umarmung Manhelas steht, aber tatsächlich gehen ihre Ansprüche weit darüber hinaus.

Entsprechend vieldeutig sind Darstellungen, die schlicht zwischen einer weiblichen Version Isidors schwanken und sie als gerüstete Kriegerin mit Waffe und Wehr aus Licht zeichnen, oder sich stattdessen auf den über Tempel hinausgehenden Aspekt des Bewahrens konzentrieren und darum Kreise, manchmal auch stilisierte Siegel genutzen. Der im Kern liegende Aspekt des Vertrauens findet sich verhältnismäßig selten, die gefaltenen Hände tauchen selten einmal auf und werden dann meist der Symbolik eines längst untergegangenen Ordens der Glaubenshüterin zugeschrieben.

Letztlich steht Elimnel für das Urvertrauen, für die Kraft jeden Wunsch der eigenen Seele aufzugeben, um sich demütig dem höheren Plan einer größeren Entität zu beugen. „Wer will zweifeln an SEINER Herrlichkeit?“ – so spricht sie im Bewußtsein, dass kein Mensch sich wahrlich so weit erheben könnte. So behütet sie das Vertrauen, mahnt an Demut und Mut, wenn sich die Geschicke so verändern, daß die Hoffnung der Sterblichen sinkt denn „SEIN Plan formt größere Kreise als Du beschreiten kannst.“, aber ihre Mahnung gilt nicht weniger ihren lichtgeborenen Geschwistern.

Interessanterweise spricht man Elimnel dennoch keineswegs die Tugend der Demut zu, die stattdessen als Aspekt des letztlich unbekannten Miridur begriffen wird, sondern die Gerechtigkeit – eine Tatsache, die schon mehr als einen Geweihten verwirrt hat und wohl einen Teil dazu beiträgt, dass die Glaubenshüterin so selten als Vorbild gewählt wird. Wäre die Darstellung des zum Schwert auslaufenden Ankh verbreiteter, könnten daraus durchaus Schlüsse auf das Wesen Elimnels gezogen werden.

Geschichte

Wenngleich keine wirklich Auftritte von großer Bedeutsamkeit überliefert sind, zeigte sich Elimnel bisweilen ausgewählten Dienern, zumeist Paladinknappen oder angehenden Priestern.

Geheimnisse

Die Glaubenshüterin trägt ihre Tugend nicht grundlos, denn sie ist die Stimme des göttlichen Rechts. Sie fällt die Urteile, die Lichtgeborene verdammen oder ihnen Gnade gewähren. Arachnan, Thaumael, Saedaerin - die Liste ist bereits lang und sie wächst beständig. In letzter Zeit hält die Glaubenshüterin bevorzugt Ubirath im Auge, dessen Pfad ihr schon lange ein Dorn im Auge ist.

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