Tenebrias

~ Ein Spiegel für den Winter meiner Seele ~

Gorath

Verfasst von Tenebrias am 25.09.2008 - 08:59

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Seraph in der Gefolgschaft Tyraels
  • Beinamen: Der Bote Tyraels, selten auch: Der Phoenix
  • Wahlspruch: „Wer ist, der sieht.“
  • Opfergaben: Keine. Gorath verspricht man eine aufopferungsvolle Tat
  • Symbole: Ein zerbrochenes Rad, selten eine Flamme oder ein Phoenix, neuzeitlich auch ein Dolch
  • Status: In den Dolch der Reinheit gebannt

Beschreibung

Gorath, von dem es heisst, dass er vor Visael die Pflichten des Gesandten Tyraels trug, wird gewöhnlich dem Kreis der ersten Acht zugeordnet. Wo seine Geschwister sich gern in den verschiedensten beeindruckenden Gestalten zeigen, zog Gorath es vor relativ schlicht zu erscheinen: Die meisten Berichte zeichnen das Bild einer nahezu menschlichen Gestalt, deren Haare flammengleich züngeln, mit Augen, in denen ein ewiges Feuer brennt. Es ist nicht verwunderlich, dass es auch einige wenige Überlieferungen gibt, die in ihm den brennenden Phoenix wiederzuerkennen glauben, der sich aus seiner Asche zu neuer Kraft erhebt.

Dazu passt durchaus, dass Gorath die Tugend der Opferbereitschaft zugesprochen wird, gleichzeitig heisst es gern, dass er überhaupt der erste Seraph war, der sich Tyrael anschloss – seltene Quellen weisen diese Ehre auch einer Entität namens Miridur zu.
Entsprechend wurde Gorath gern angerufen, um ein schmerzhaftes, Überwindung forderndes Werk zu unterstützen, seine Präsenz soll den Zaudernden gestärkt und dem Wankelmütigen Halt gegeben haben. Daraus resultiert eine gewisse Ambivalenz: Während die Fähigkeit sich selbst zu überwinden grundsätzlich hoch gelobt und gepriesen wird, scheuten viele Geweihte Tyraels doch davor zurück den Beistand Gorath für andere als die aussichtslosesten Unternehmungen zu erbitten.

Über die Interpretation des Wahlspruchs des Seraphs gehen die Meinungen weit auseinander, bisweilen wird eine Verbindung zu Ubirath gezogen, dem gleichsam die Gabe des Sehens zugesprochen wird, oft wird einfach darauf hingewiesen, dass sich nach Goraths Sicht allein aus der Vorhandensein von Leben und freiem Willen bereits Pflichten ergeben.

Gorath betonte gern die Kraft Tyraels als Sehender, als Allein Ahnender, der die Schleier von Intrige und Lüge ebenso durchdringt, wie die von Vergessen und Vergehen und zu diesem Zwecke wird er auch heute noch bisweilen angerufen.

Geschichte

Der Lichtgeborene selbst gab allen Dienern Tyraels ein Musterbeispiel seiner Tugenden: Er opferte sich im Kampf gegen dämonische Horden um das Leben des zweiten sterblichen Boten Tyraels, Ahren Raskirson, zu bewahren – und wurde durch Tyrael im „Dolch der Reinheit“ vor der Vernichtung bewahrt. Das vakante Amt des Gesandten fand sich alsbald durch Visael neu besetzt.

Geheimnisse

Goraths Geist und Kraft gingen mit seinem scheinbaren Tod nicht verloren, sondern wurden in den „Dolch der Reinheit“ gebunden und daraufhin dem damaligen Paladin des Mondes Torian Treneus zur Wacht übergeben.
Im Geschehen um Glamaels Heilung spielte dieser Dolch die entscheidende Rolle und offenbarte dabei, dass das scheinbare Gefängnis keine echte Grenze für Gorath darstellte.

Nichtsdestotrotz kehrte der Seraph anschließend zurück in das Metall.. vielleicht um geduldig auf den nächsten Einsatz als unerwarteter „Joker“ zu harren.

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