Isidor
Verfasst von Tenebrias am 25.09.2008 - 10:41
Für den eiligen Leser
- Einordnung: Seraph in der Gefolgschaft Tyraels
- Beinamen: Die Eherne Stirn, der Stählerne, der Wille zur Wehr
- Wahlspruch:
- Opfergaben: Waffen, Drachenschuppen, ein Zehnt des eigenen Blutes
- Symbole: Zwei gekreuzte Schwerter, oft auch ein Drachenschädel oder der Pfotenabdruck eines Drachen, bisweilen ein Schwert vor einem Schild
- Status: Aktiv
Beschreibung
Der Stählerne, der Wille zur Wehr, bereit zu Kampf und Abwehr, so zeigt sich Isidor als das Urbild des streitenden Seraphs. Er ist der Vorkämpfer Tyraels, die Hand, die das Schwert des Lichteinen führt und zerschmettert, was die Schöpfung vergiftet. Zugleich ist Isidor damit der Schutzpatron aller Paladine, die seinem Ideal nachfolgen, als die Klinge des Glaubens, die das Recht zu verteidigen weiß.
Isidor war der Dritte der Seraphim nach Gorath und Elimnel, die sich Tyrael anschlossen, aber schon vorher bekämpfte er die pervertierten, zu Dämonen verformten Kinder des Lichts. Tatsächlich wird gern behauptet, dass Isidor der erste Seraph gewesen sei, der überhaupt zur Waffe griff, um das wuchende Übel zu bekämpfen – in Anbetracht der Tatsache, dass er zum Kreis der ersten Acht gezählt wird, liegt solch eine Betrachtung nahe.
Die ihm zugeordnete Tugend ist die Tapferkeit und da die eherne Stirn recht häufig erscheint um Kämpfern für das Licht beizustehen – sei es indem er einen ermüdeten Willen stärkt oder lahme Glieder kräftigt, sei es indem er seinen Schutzbefohlenen Waffe und Wehr aus reinem Licht in die Hand gibt – zählt er ohne Zweifel zu den beliebtesten und am meisten angerufenen Lichtgeborenen.
Nicht alle seine selbsterklärten Anhänger sind jedoch in der Lage die Implikation der Tapferkeit voll und ganz mitzutragen, denn sie beschreibt die Fähigkeit einen gewählten Weg nicht allein gegen Hass, sondern auch gegen die Liebe zu verteidigen. Nicht ohne Grund erscheint er nicht nur in der klassischen Gestalt des lichtdurchfluteten Recken mit Waffe, Wehr und weitgespannten Schwingen, sondern gern auch als weisser Drache, der daran gemahnt, dass der Waffendienst für Tyrael eine Aufgabe ist, die mehr verlangt als nur Waffenkunst. So oder so präsentiert sich der Lichtgeborene im Rahmen seiner Geschwister als Jener, der neben Elimnel am Deutlichsten für die Reinheit eines beschrittenen Weges eintritt und dies sogar noch über einen Erfolg ordnet.
Isidor gilt als der Schöpfer der hochheiligen Roben und Schilde, die als Geschenk an die Sterblichen nach dem Diablokreuzzug vergeben – eine Ehre, die gern auch Alathor zugesprochen wird.
Eine Botin Isidors, so heisst es, trägt den Namen Melainthea.
Geschichte
Isidor ist nicht nur einer der meist angerufenen, sondern auch einer der mit den meisten Geschichten umgebene Seraphim. Kein Wunder – die Gestalt des trutzigen Ritters spornte die Fantasie schon oft an und so vermischen sich auch bei keinem anderen Lichtgeborenen derart stark Märchen und Wirklichkeit. Dabei fällt auf, dass es nur sehr wenige wirklich bestätigte Berichte gibt, in denen der Wille zur Wehr zur Waffe griff, die noch bekannteste Geschichte beschreibt den Kampf zwischen Isidor und Thaumael um das Amt des Marschalls der himmlischen Scharen..
Geheimnisse
Isidor ist untrennbar mit seinen Prinzipien verbunden, der Beiname „Die Eherne Stirn“ deutet nicht allein auf Durchhaltevermögen, sondern auch Starrsinn und Unflexibilität hin. Ohne Zweifel einer der machtvollsten Seraphim, fehlt Isidor die Finesse seine Fähigkeiten über eine direkte Konfrontation zu gebrauchen. Der Lichtgeborene ist direkt und gerade aus, umso mehr missbilligt er die gewundenen Pfade Ubiraths, dessen Machenschaften er nur zähneknirschend duldet – gehorsam darauf wartend, dass der Weber es einmal zu weit treibt und damit Tyraels Gunst verliert. Kaum verwunderlich, dass Der Wille zur Wehr auch die Kunst der Magie misstrauisch beäugt und die flexible Moral der meisten Zauberer verurteilt – ihm sind die aufrechten und gehorsamen Paladine als kleine Spiegelbilder des eigenen Selbst sehr viel lieber.
Der Ehrgeiz Isidors wird durch Gehorsam und Pflichtgefühl bezähmt, aber er zögert nicht nach ihm zugänglichen Auszeichnungen zu greifen und ist gern bereit eine Herausforderung als persönliche Beleidigung zu betrachten. Der Kampf um die Würde des Marschalls zwischen ihm und Thaumael hinterließ denn auch einen Riss in der Beziehung der beiden Seraphim.
Im zweiten Kampf gegen Thaumael um das Schicksal Arachnans zerbrach sein Leibschwert Sanaveh zum zweiten Mal, brachte die Erfüllung der Prophezeiung vom Weltenwandel einen Schritt näher. Isidor war es schliesslich auch, der das Urteil Elimnels vollstreckte und die Klinge ihrer Kraft beraubte.
Melainthea, die gern als Botin Isidors genannt wurde, entstammt tatsächlich der abgeschlagenen linken Hand des Stählernen: Ein Opfer im zweiten Kampf gegen Thaumael. Die Beziehung zu ihr ist ambivalent: Isidor betrachtete Melainthea stets als sein Geschöpf, seine Schülerin und ihr Ungehorsam traf ihn besonders tief. Verantwortlich dafür machte er wiederum Ubirath.