Tenebrias

~ Ein Spiegel für den Winter meiner Seele ~

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Nauntelrir

Verfasst von Tenebrias am 14.11.2008 - 18:42

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Artefakt, eine Widderhornkrone
  • Schöpfer: Khalizius
  • Besitzer: Cobija
  • Beinamen: Grimmstirn
  • Sonstiges: Die Widderhornkrone wurde es dem Bruchstück eines zersprengten Seraphs geformt

Beschreibung

Öffentlich

Nauntelrir, auch Grimmstirn gerufen – das sind im Normalzustand einfach nur zwei verdrehte, goldglänzende Widderhörner von entsprechendem Gewicht, die durch ein eisernes Runenband von knapp einem Spann Länge verbunden sind. Erst wenn ein Träger diese Hörner an den eigenen Schädel hält, offenbart sich die eigentliche Gestalt: Binnen Momenten überzieht helles Gold den gesamten Kopf bis zum Hals hin und verdeckt alle Details. Augen, Ohren und Mund entstehen erst gut einer Minute und erlauben dem Erstickenden wieder Atem zu schöpfen – formen dabei eine gräßliche Dämonenfratze, die allein die Emotionen der flüsternden Widderhörner zuläßt.

Begabte

Die Widderhornkrone ist nicht nur frei von Magie, sondern besitzt nicht einmal eine astrale Aura. Für astrale Wahrnehmung ist sie vollkommen unsichtbar.

Geweihte

Die Widderhornkrone besitzt eine eigene Aura, die sich keiner bekannten Wesenheit zuordnen läßt und weder wirklich als gut noch als böse eingeordnet werden kann. Tatsächlich ist Nauntelrir einfach als Nauntelrir zu erkennen – eine eigenständige Entität.

Geschichte

Öffentlich

Nahezu unbekannt. Bisweilen wird die goldene Widderhornkrone unter dem Namen Grimmstirn in Märchen erwähnt, in denen es in erster Linie um Lehren in Eitelkeit geht. Zugeschriebene Fähigkeiten sind die eines flüsternden Ratgebers ebenso wie die des Bösen Blicks, der Pflanzen verdorren und Blut in den Adern stocken läßt.

Sehr gut sortierte Bibliotheken

Die Widderhornkrone wird als Höllenartefakt beschrieben, ohne dass es genauere Aussagen über den Schöpfer gäbe. Die zugeschriebenen Fähigkeiten entsprechen zumeist denen der Märchen, zuweilen erweitert um eine unspezifizierte Aussage, dass Feenpfade geöffnet werden könnten. Hier läßt sich unter Umständen auch die Beobachtung wiederfinden, dass die Krone keine astrale Signatur besitzt.

Ubirath

Nauntelrir wurde durch den Höllenschmied Khalizius aus dem Bruchstück eines Seraphen geschaffen, um den dämonischen Horden eine Möglichkeit zu bieten unbemerkt und unbehelligt zwischen den Welten wandern zu können und besitzt damit die Funktion eines echten Portalöffners in fremde Welten.

In diesem Sinne wurde das Artefakt auch erprobt, als Cobija, damals noch in den Diensten des Lichtes die Pforten des Übergangs bewachend, zufällig darauf stieß. Es gelang ihm das Stück zu erbeuten, Ubirath selbst entschied indes, dass die Krone nicht vernichtet, sondern nur verborgen werden sollte. Unter Skara Brae wurde das Versteck angelegt und durch einen Teil der Prophezeiung des Weltenwandels ergänzt:

Wenn Die Nacht Am Tage Hereinbricht,
Wenn Die Felsen Sich Erheben,
Wenn Die Hüter Des Fluches Zum Fluch Werden,
Wenn Der Gesang Der Äonen Die Wirklichkeit Durchtreibt,
Wenn Der Quell Der Seelen In Tiefste Dunkelheit Fällt.

Dann Wird Die Maske Des Verderbers Offenbar,
Dann Versagen Mut Und Kraft Vor Den Worten Des Falschen Spiegels,
Dann Werden Aus Kraft Geschriebene Worte Zum Himmel Steigen
Und Der Nabel Der Welt Findet Einen Neuen Ort.

Dort blieb Nauntelrir lange Jahre verborgen. Cobija selbst, der von seinen Pflichten schliesslich überwältigt wurde und ins Dunkel fiel, sammelte eine halbe Ewigkeit lang die Essenz seiner lichten Geschwister um das Siegel vorübergehend zu öffnen und die Krone an sich nehmen – unbemerkt vom Wächter des Neunten Tores, der seinen Platz im Spiegelraum eingenommen hatte.

Fähigkeiten

Nauntelrir ist in der Lage Portale zwischen den Welten zu öffnen und zwar an der Aufmerksamkeit der dafür bestellten Wächter vorbei.

Darüber hinaus ermöglicht die Krone durch alle Formen von Materie hindurchzublicken und verleiht jedem Träger die Fähigkeit die astrale Wirklichkeit wahrzunehmen, selbst die Ebene der Toten kann auf diese Weise durchblickt werden.

Diese Fähigkeiten haben jedoch ihren Preis: Nauntelrir ist selbst eine sich völlig bewußte Entität und kann, einmal aufgesetzt, erst nach 24 Stunden wieder abgenommen werden. Während dieser Zeit weidet die Krone sich am Karma des Trägers, Sterbliche werden zudem erschöpft, wie nach schwerem Blutverlust. Es ist durchaus denkbar, dass die Nutzung der Widderhörner durch Auszehrung zum Tode führt oder zumindest bleibende Schäden hinterläßt.

Einen Preis kündet Nauntelrir sogar selbst an: Der Träger mag bestimmen wohin die Weltentore sich öffnen, aber irgendwann wird die Krone etwas.. oder Jemanden .. entrücken, der dem Träger lieb und wertvoll ist.

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Isidor

Verfasst von Tenebrias am 25.09.2008 - 10:41

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Seraph in der Gefolgschaft Tyraels
  • Beinamen: Die Eherne Stirn, der Stählerne, der Wille zur Wehr
  • Wahlspruch:
  • Opfergaben: Waffen, Drachenschuppen, ein Zehnt des eigenen Blutes
  • Symbole: Zwei gekreuzte Schwerter, oft auch ein Drachenschädel oder der Pfotenabdruck eines Drachen, bisweilen ein Schwert vor einem Schild
  • Status: Aktiv

Beschreibung

Der Stählerne, der Wille zur Wehr, bereit zu Kampf und Abwehr, so zeigt sich Isidor als das Urbild des streitenden Seraphs. Er ist der Vorkämpfer Tyraels, die Hand, die das Schwert des Lichteinen führt und zerschmettert, was die Schöpfung vergiftet. Zugleich ist Isidor damit der Schutzpatron aller Paladine, die seinem Ideal nachfolgen, als die Klinge des Glaubens, die das Recht zu verteidigen weiß.

Isidor war der Dritte der Seraphim nach Gorath und Elimnel, die sich Tyrael anschlossen, aber schon vorher bekämpfte er die pervertierten, zu Dämonen verformten Kinder des Lichts. Tatsächlich wird gern behauptet, dass Isidor der erste Seraph gewesen sei, der überhaupt zur Waffe griff, um das wuchende Übel zu bekämpfen – in Anbetracht der Tatsache, dass er zum Kreis der ersten Acht gezählt wird, liegt solch eine Betrachtung nahe.

Die ihm zugeordnete Tugend ist die Tapferkeit und da die eherne Stirn recht häufig erscheint um Kämpfern für das Licht beizustehen – sei es indem er einen ermüdeten Willen stärkt oder lahme Glieder kräftigt, sei es indem er seinen Schutzbefohlenen Waffe und Wehr aus reinem Licht in die Hand gibt – zählt er ohne Zweifel zu den beliebtesten und am meisten angerufenen Lichtgeborenen.

Nicht alle seine selbsterklärten Anhänger sind jedoch in der Lage die Implikation der Tapferkeit voll und ganz mitzutragen, denn sie beschreibt die Fähigkeit einen gewählten Weg nicht allein gegen Hass, sondern auch gegen die Liebe zu verteidigen. Nicht ohne Grund erscheint er nicht nur in der klassischen Gestalt des lichtdurchfluteten Recken mit Waffe, Wehr und weitgespannten Schwingen, sondern gern auch als weisser Drache, der daran gemahnt, dass der Waffendienst für Tyrael eine Aufgabe ist, die mehr verlangt als nur Waffenkunst. So oder so präsentiert sich der Lichtgeborene im Rahmen seiner Geschwister als Jener, der neben Elimnel am Deutlichsten für die Reinheit eines beschrittenen Weges eintritt und dies sogar noch über einen Erfolg ordnet.

Isidor gilt als der Schöpfer der hochheiligen Roben und Schilde, die als Geschenk an die Sterblichen nach dem Diablokreuzzug vergeben – eine Ehre, die gern auch Alathor zugesprochen wird.

Eine Botin Isidors, so heisst es, trägt den Namen Melainthea.

Geschichte

Isidor ist nicht nur einer der meist angerufenen, sondern auch einer der mit den meisten Geschichten umgebene Seraphim. Kein Wunder – die Gestalt des trutzigen Ritters spornte die Fantasie schon oft an und so vermischen sich auch bei keinem anderen Lichtgeborenen derart stark Märchen und Wirklichkeit. Dabei fällt auf, dass es nur sehr wenige wirklich bestätigte Berichte gibt, in denen der Wille zur Wehr zur Waffe griff, die noch bekannteste Geschichte beschreibt den Kampf zwischen Isidor und Thaumael um das Amt des Marschalls der himmlischen Scharen..

Geheimnisse

Isidor ist untrennbar mit seinen Prinzipien verbunden, der Beiname „Die Eherne Stirn“ deutet nicht allein auf Durchhaltevermögen, sondern auch Starrsinn und Unflexibilität hin. Ohne Zweifel einer der machtvollsten Seraphim, fehlt Isidor die Finesse seine Fähigkeiten über eine direkte Konfrontation zu gebrauchen. Der Lichtgeborene ist direkt und gerade aus, umso mehr missbilligt er die gewundenen Pfade Ubiraths, dessen Machenschaften er nur zähneknirschend duldet – gehorsam darauf wartend, dass der Weber es einmal zu weit treibt und damit Tyraels Gunst verliert. Kaum verwunderlich, dass Der Wille zur Wehr auch die Kunst der Magie misstrauisch beäugt und die flexible Moral der meisten Zauberer verurteilt – ihm sind die aufrechten und gehorsamen Paladine als kleine Spiegelbilder des eigenen Selbst sehr viel lieber.

Der Ehrgeiz Isidors wird durch Gehorsam und Pflichtgefühl bezähmt, aber er zögert nicht nach ihm zugänglichen Auszeichnungen zu greifen und ist gern bereit eine Herausforderung als persönliche Beleidigung zu betrachten. Der Kampf um die Würde des Marschalls zwischen ihm und Thaumael hinterließ denn auch einen Riss in der Beziehung der beiden Seraphim.

Im zweiten Kampf gegen Thaumael um das Schicksal Arachnans zerbrach sein Leibschwert Sanaveh zum zweiten Mal, brachte die Erfüllung der Prophezeiung vom Weltenwandel einen Schritt näher. Isidor war es schliesslich auch, der das Urteil Elimnels vollstreckte und die Klinge ihrer Kraft beraubte.

Melainthea, die gern als Botin Isidors genannt wurde, entstammt tatsächlich der abgeschlagenen linken Hand des Stählernen: Ein Opfer im zweiten Kampf gegen Thaumael. Die Beziehung zu ihr ist ambivalent: Isidor betrachtete Melainthea stets als sein Geschöpf, seine Schülerin und ihr Ungehorsam traf ihn besonders tief. Verantwortlich dafür machte er wiederum Ubirath.

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Gorath

Verfasst von Tenebrias am 25.09.2008 - 08:59

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  • Einordnung: Seraph in der Gefolgschaft Tyraels
  • Beinamen: Der Bote Tyraels, selten auch: Der Phoenix
  • Wahlspruch: „Wer ist, der sieht.“
  • Opfergaben: Keine. Gorath verspricht man eine aufopferungsvolle Tat
  • Symbole: Ein zerbrochenes Rad, selten eine Flamme oder ein Phoenix, neuzeitlich auch ein Dolch
  • Status: In den Dolch der Reinheit gebannt

Beschreibung

Gorath, von dem es heisst, dass er vor Visael die Pflichten des Gesandten Tyraels trug, wird gewöhnlich dem Kreis der ersten Acht zugeordnet. Wo seine Geschwister sich gern in den verschiedensten beeindruckenden Gestalten zeigen, zog Gorath es vor relativ schlicht zu erscheinen: Die meisten Berichte zeichnen das Bild einer nahezu menschlichen Gestalt, deren Haare flammengleich züngeln, mit Augen, in denen ein ewiges Feuer brennt. Es ist nicht verwunderlich, dass es auch einige wenige Überlieferungen gibt, die in ihm den brennenden Phoenix wiederzuerkennen glauben, der sich aus seiner Asche zu neuer Kraft erhebt.

Dazu passt durchaus, dass Gorath die Tugend der Opferbereitschaft zugesprochen wird, gleichzeitig heisst es gern, dass er überhaupt der erste Seraph war, der sich Tyrael anschloss – seltene Quellen weisen diese Ehre auch einer Entität namens Miridur zu.
Entsprechend wurde Gorath gern angerufen, um ein schmerzhaftes, Überwindung forderndes Werk zu unterstützen, seine Präsenz soll den Zaudernden gestärkt und dem Wankelmütigen Halt gegeben haben. Daraus resultiert eine gewisse Ambivalenz: Während die Fähigkeit sich selbst zu überwinden grundsätzlich hoch gelobt und gepriesen wird, scheuten viele Geweihte Tyraels doch davor zurück den Beistand Gorath für andere als die aussichtslosesten Unternehmungen zu erbitten.

Über die Interpretation des Wahlspruchs des Seraphs gehen die Meinungen weit auseinander, bisweilen wird eine Verbindung zu Ubirath gezogen, dem gleichsam die Gabe des Sehens zugesprochen wird, oft wird einfach darauf hingewiesen, dass sich nach Goraths Sicht allein aus der Vorhandensein von Leben und freiem Willen bereits Pflichten ergeben.

Gorath betonte gern die Kraft Tyraels als Sehender, als Allein Ahnender, der die Schleier von Intrige und Lüge ebenso durchdringt, wie die von Vergessen und Vergehen und zu diesem Zwecke wird er auch heute noch bisweilen angerufen.

Geschichte

Der Lichtgeborene selbst gab allen Dienern Tyraels ein Musterbeispiel seiner Tugenden: Er opferte sich im Kampf gegen dämonische Horden um das Leben des zweiten sterblichen Boten Tyraels, Ahren Raskirson, zu bewahren – und wurde durch Tyrael im „Dolch der Reinheit“ vor der Vernichtung bewahrt. Das vakante Amt des Gesandten fand sich alsbald durch Visael neu besetzt.

Geheimnisse

Goraths Geist und Kraft gingen mit seinem scheinbaren Tod nicht verloren, sondern wurden in den „Dolch der Reinheit“ gebunden und daraufhin dem damaligen Paladin des Mondes Torian Treneus zur Wacht übergeben.
Im Geschehen um Glamaels Heilung spielte dieser Dolch die entscheidende Rolle und offenbarte dabei, dass das scheinbare Gefängnis keine echte Grenze für Gorath darstellte.

Nichtsdestotrotz kehrte der Seraph anschließend zurück in das Metall.. vielleicht um geduldig auf den nächsten Einsatz als unerwarteter „Joker“ zu harren.

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Melainthea

Verfasst von Tenebrias am 24.09.2008 - 12:17

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Seraph, wird Tyrael zugeschrieben
  • Beinamen: Die stählerne Schwinge
  • Wahlspruch: „Ein durch den falschen Weg erreichter Sieg ist ohne Wert.“
  • Opfergaben: /
  • Symbole: Ein zum Halbkreis geformter Flügel, bisweilen eine Hand, selten eine Hand, deren Finger in Schwertspitzen auslaufen

Beschreibung

Melainthea, die als Botin oder Gesandte Isidors galt, bisweilen sogar als Hand und Auge der Ehernen Stirn bezeichnet wurde, erschien für gewöhnlich in nahezu menschlicher Gestalt, als schwingenbewehrte Kriegerin in einer gleißenden Wehr aus Sternensilber. Wenngleich als Hauptwaffe zumeist das Drachenschwert Ssintuar genannt wurde, resultierte der Beiname „Die stählerne Schwinge“ aus dem eigentümlichen Kampfstil der Lichtgeborenen, welche die Flügel sowohl für blitzartige Angriffe als auch Paraden zu gebrauchen wußte.

Es ist bekannt, dass Melainthea sich gern einmal verborgen unter die Sterblichem mischte und zu diesem Zwecke die Gestalt einer silberhaarigen Frau mit kobaltblauen Augen annahm, die sich selbst als „Vevile Silberhaar“ bezeichnete – ob dieser Name einen Ursprung hat oder einfach zufällig gewählt wurde ist unbekannt, wenngleich bisweilen spekuliert wird, dass es sich dabei um den Geburtsnamen einer zu Tyrael gefahrenen Paladin handelt.

Ssintaur, die aus Sternensilber geformte Klinge Melaintheas stammt dem Vernehmen nach nicht aus der Schmiede Alathors, sondern soll dem Karfunkelstein eines Drachen entwachsen sein.

Geschichte

Wie Isidor auch folgte Melainthea dem gerade Pfad der Aufrichtigkeit, verabscheute Lügen und Täuschungen ebenso wie Arglist. Während es nur sehr wenige alte Beschreibungen über ihr Wirken als Botin Isidors gibt, entstammen der Gegenwart eine ganze Anzahl von Begegnungen.

Gut ein halbes Jahr vor der Rückkehr Diablos warnte Melainthea die Waldelfe Celywiel vor einem heraufziehendem großen Übel und einer weiteren Runde im ewigen Spiel der Götter. Ernst genommen wurden diese Warnungen durch die geweihten Diener Tyraels jedoch nur teilweise – unklar blieb zu diesem Zeitpunkt, warum die Lichtgeborene sich nicht direkt an die Diener ihres Herren wandte.

Gut drei Monate vor der Rückkehr Diablos erschien Melainthea dem damaligen Knappen Lionel Caelant auf dem Schwertacker zu Britain. Dort strafte sie auch Kolon, einen der letzten Diener Diablos durch den Verlust seiner rechten Hand. Angesichts der bereits Monate zuvor gesprochenen Warnung und in Hinblick auf die damals noch zukünftigen Ereignisse lassen die Worte: „Diablo ist verbannt und wird nie mehr zurückkehren. Hat sich je eine Seele gefragt, warum Tyrael noch hier ist?“ ein breites Spektrum an Spekulation über die tatsächliche Aussage zu.

Unmittelbar vor der Rückkehr Diablos versammelte Melainthea die Streiter des Lichts zu einem Angriff auf eines der beiden Weltentore. Die Zerstörung gelang, die Rückkehr des Herren der Schreckens konnte jedoch nicht verhindert werden – womit sämtliche Bemühungen Melaintheas letztlich als gescheitert betrachtet werden müssen.

Die weitere Geschichte der Lichtgeborenen ist verwirrend: Während der Kämpfe gegen dämonische Horden in Serpents Hold wurde eine Frau, auf die die Beschreibung Vevile Silberhaars passt durch einen Balron erschlagen, später wurde eben jene Vevile bisweilen in Britain mit einem Kinde gehend gesehen. Seit nunmehr einem Jahr gibt es keinerlei neue Berichte über ein Auftreten der Lichtgeborenen, weder als Seraph, noch in ihrer menschlichen Identität als Vevile.

Geheimnisse

Jene Beschreibungen Melaintheas, die von ihr als „Hand Isidors“ sprechen, sind der Wahrheit damit näher, als die Schreiber ahnen: Tatsächlich entstand diese Lichtgeborene während eines Zweikampfes zwischen Thaumael und Isidor vor dem Hintergrund der Verurteilung Arachnan-Lathanaels, als die kaltlodernde Klinge Iblamir die linke Hand der Ehernen Stirn abschlug. Die verlorene Gliedmaße, beseelt von der Kraft des Seraphs, erwachte zu eigenständiger Existenz und nannte sich Melainthea. Ubirath warnte davor, dass eine auf diese Weise vollzogene Entstehung Fehler zurücklassen würde, die früher oder später offenbar werden mussten, aber Isidor entschied sich seine verselbstständigte linke Hand zu behüten. Es ist verständlich, dass diese neue Lichtgeborene dem Pfad ihren Mentors nacheiferte und die erste Zeit versah sie ihre Pflichten auch ohne jeden Makel.

Der erste Bruch zeigte sich, als Melainthea in eigener Initiative ein Verbot Isidors umging und eine verschlüsselte Warnung an die Elfe Celywiel richtete, die Offenbarung gegenüber dem Paladinknappen Lionel Caelant erfolgte in gleicher Weise: Auf der schmalen Kante eines Gebotes tanzend, dem sie in Worten folgte, um es im Sinn zu brechen.

Der Knappe Malagen Datara erhielt ein verschlungenes Siegel und während seiner Paladinweihe überbrachte die Lichtgeborene erstmals die Prophezeiung des Weltenwandels, die später von Thaumael weiterverbreitet werden sollte.

Natürlich ahnte die Seraph, das sie mit diesem Verhalten den Zorn ihrer unsterblichen Geschwister erwecken musste, aber die Liebe zur gebeutelten Menschheit überwog das Vertrauen in die weitreichenden Pläne Tyraels. Schliesslich opponierte Melainthea ganz offen, sammelte lichte Streiter um durch deren Einsatz die erwartete Rückkehr Diablos zu verhindern – und es war ausgerechnet der letzte Rest zögernder Zurückhaltung, der dieses Unternehmen schliesslich scheitern ließ. Nicht bereit jeden Weg für ein Ziel zu beschreiten und durch Ubirath abgelenkt, verpasste Melainthea den richtigen Moment – und das Weltentor öffnete sich.

Die Lichtgeborene floh, zutiefst enttäuscht von ihren Geschwistern, die es Diablo einfach erlaubten zurückzukehren und fand Beistand bei einer Splittergruppe des Arachnanglaubens, die sich die Erinnerung an die Unterweisungen Thaumaels bewahrt hatte. Die Lehren Lathanaels, die vor der Entstehung der Seraph verkündet worden waren, brachten sie schliesslich dazu das Ungeheuerliche zu wagen: Im Bewußtsein der Tatsache, dass die Strafe kommen würde, wandte Melainthea sich schliesslich nach Britain, bereit dort vor den Ohren des Patriarchen Duranges die verborgenen Geheimnisse der Seraphim offenzulegen. Nicht in der Absicht völliger Aufopferung: Es existierte ein Hintertürchen, das sie auf dem Weg angelegt hatte: Der größte Teil ihrer Essenz, des wahren Kerns der einst abgeschlagenen Hand Isidors, hatte in dem ehemaligen Schreiber Wallmir Montered einen neuen Anker gefunden – das dieser völlig überwältigt sofort den Verstand verlor, bekümmerte die zornige Lichtgeborene nicht.

Im Tollhaus von Britain fanden dann zwei Wahnsinnige zusammen wie Schlüssel und Schloss: Die sterbliche Hülle Thaumaels, der aller Kraft entkleidet worden war.. und Wallmir Montered, der nur noch eine Hülle für überschäumende Kraft bildete.

In der Festung der Ordensritterschaft Tyraels kam es schliesslich zur Konfrontation zwischen Melainthea und Isidor, ohne großes Drumherum verkündete Letzterer seinen Richtspruch: „Wenn du die Menschen so sehr liebst, dann sollst du einer von Ihnen sein.“

Wie Isidor es früher schon bei Thaumael getan hatte, nahm er seiner widerspenstigen Hand alle überirdische Kraft – und stellte dabei fest, dass er damit eine Verbindung zerschnitten hatte, die ihn zu der eigentlichen Essenz geführt hätte. Melaintheas eigentliche Seele blieb verborgen, geschützt vor dem Zugriff der Ehernen Stirn.

Davon wußte die nun Sterbliche jedoch nichts: Vevile Silberhaar war tatsächlich zu einem Menschen geworden, bar nahezu aller Erinnerungen, die sie einmal getragen hatte und so lebensfähig wie ein Säugling. Es brauchte Monate, bis sie gelernt hatte mit den Beschränktheiten eines sterblichen Leibes zurechtzukommen – in Serpents Hold sollte sie schliesslich lernen, dass Isidors Richtspruch sich durch solche Kleinigkeiten wie dem Tod des Fleisches nicht umgehen ließ: Vevile starb unter der Klinge eines Balrons, nur um später erneut zu erwachen, als die furchtbaren Wunden sich geschlossen hatten.

Währenddessen füllte ihre Essenz langsam das geleerte Gefäß Thaumael, bis dieser die angelegten Ketten abstreifte.

Die kommenden Monde nährten den mal offen, mal verborgen getragenen Groll, dass Paladin Malagen Datara sie schliesslich verführte und schwängerte brachte keine Besserung, denn alles in Allem blieb Vevile unfähig sich positive menschliche Emotionen anzueignen. Schliesslich machte sie Malagen ein höchst gefährliches Angebot: Sie würde ihn das lehren, was sie noch über das verbotene Elointar wußte – jene sagenhafte Sprache der Seraphim, deren Weitergabe durch Tyrael ausdrücklich untersagt worden war.
Vevile warnte Malagen davor, dass seine Zustimmung zu Lernen nicht minder ein Regelbruch wäre – der Paladin entschied dennoch, dass der Nutzen überwiegen würde.
Die Unterweisung geriet jedoch zur Katastrophe: Bei Malagens Versuch Melaintheas wahren Namen in Elointar zu formen, brach das hochschwangere Silberhaar zusammen, so rasch verlöschend, wie der letzte Schnee unter dem Kuss der Frühlingssonne. Visael selbst offenbarte Malagen, dass er die Frau oder das Kind würde retten können, nicht jedoch Beide.

Verzweifelt entschied der Paladin sich für das Kind – und schnitt den Säugling aus dem sterbenden Leib seiner Geliebten.

Diese Szenerie fand Thaumael vor, der durch den Wahren Namen Melaintheas tatsächlich gerufen worden war .. und damit erstmals erkannte woher die ihm innewohnende Kraft stammte. Er nahm die Leiche Veviles schliesslich mit sich im sicheren Wissen, dass sie wieder zu Leben erwachen würde und die von Visael überbrachte Wahl nicht ganz ehrlich gewesen war.

Zugleich markierte dieses Ereignis einen Wendepunkt für Thaumael: Bestückt mit dem Wissen über die Herkunft seiner Kraft, begann die Essenz Melaintheas mehr und mehr zu dominieren, bis sie alles, was der gefallene Seraph gewesen war, auslöschte und nur die zornige Entität der enttäuschten Lichtgeborenen zurückließ.

In der Festung der Ordensritterschaft kam es dann zur letzten Konfrontation: Melainthea, die die Hülle Thaumaels zurückgelassen und in ihren eigenen Leib zurückgekehrt war, forderte Malagen auf ihr zu folgen, als dieser sich verweigerte, attackierte sie den Wehrlosen mit Iblamir. Die Kaltlodernde versagte ihren Dienst bei diesem Mordversuch und entschwand. Gestärkt durch den Segen seiner Gefährten und gewappnet mit seiner eigenen Klinge gelang es Malagen Melainthea zu verwunden und damit einen Prozess auszulösen, der schliesslich zur Heimkehr der Lichtgeborenen zu ihren Geschwistern führte.

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Thaumael

Verfasst von Tenebrias am 24.09.2008 - 10:18

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Seraph, wird gewöhnlich der Gefolgschaft Arachnans zugeschrieben
  • Beinamen: Die Klinge, selten auch als Selaindur gerufen
  • Wahlspruch: /
  • Opfergaben: /
  • Symbole: Eine brennende Klinge vor einem geflügelten Helm, manchmal nur der Helm

Beschreibung

Thaumael, das ist der Name des Seraphim, von dem es heisst, dass er einst als zweite Klinge neben Isidor an der Seite des Lichteinen stand und öfter noch als der Arachnan wird er erwähnt, um mahnend auf die Gerechtigkeit und die unfehlbaren Richtsprüche Tyraels zu verweisen – der gefallene Seraph dient als Beispiel für Jene, die sich widersetzen. Während ältere Beschreibungen die klassische Engelgestalt aus strahlender Helligkeit zeichnen, deren Schwingen in rotem Feuer brennen und sich mit dem Glanz der glühenden Waffe Iblamir verbinden, sind die heute beschworenen Bilder profaner: Gänzlich menschlich mutet die Gestalt an, formt einen durchschnittlich erscheinenden Recken, dessen einzig herausstellendes Merkmal die Dunkelheit ist: Nicht allein Schopfhaar, Vollbart und Augen sind rabenschwarz, die Haut selbst erscheint als wäre sie aus einem Schatten hervorgegangen.

Iblamir, die aus Sternensilber geformte Schwesterklinge Sanavehs wird ambivalent beschrieben: Zuweilen als eine erstarrte rot-orange Flamme, selten aber auch als ein Werkzeug, das die Wandlung seines Herren mitgemacht hat und sich in düstere Kohleglut hüllt.

Geschichte

Die Geschichte weiss zu berichten, dass es sich bei Thaumael um einen der jüngeren Lichtgeborenen handelt, bisweilen wird sogar behauptet, dass er aus der erleuchteten Seele eines Paladins namens Darius Dertreius hervorgegangen wäre, die der Ehernen Stirn zu Lebzeiten so viel Freude bereitet hätte, dass er sie schliesslich zu einem Waffengefährten machte. Thaumael, so heisst es weiter, wählte sich die Ehre als Tugend und ergänzte damit die kompromisslose Tapferkeit Isidors, bis zu jenem Tag, an dem die Eherne Stirn nach der Würde des Vorkämpfers Tyraels griff.


„Auch Isidor hat schon Kämpfe verloren, Durias. Niemand, außer Tyrael, dem Herren, ist davor gefeiht. Du musst wissen, dass Isidor einst, als er Vorkämpfer und Erster Streiter Tyraels werden wollte, mit Thaumael darum stritt. Thaumael, der nicht zu den Ersten Acht gehörte, war der Einzige, der Isidor herausforderte – er hatte sich die Ehre gewählt und die Ehre brachte ihn dazu einen Kampf zu fechten, von dem er selbst nicht glaubte, gewinnen zu können. Verstehst du den Unterschied, zwischen Isidor und Thaumael? Sie beide kämpfen, aber ihre Gründe sind unterschiedlich. Aber keinen von ihnen ist bereit alles für den Sieg zu opfern. Nun, Isidor und Thaumael trugen beide Engelsschwerter, die ihnen Alathor gefertigt hatte: Sanaveh, „Die Himmelsglühende“ war Isidors Besitz, Iblamir „Die Kaltlodernde“ führte Thaumael. Den ersten Kampf entschied die Eherne Stirn für sich, den zweiten dagegen sein Herausforderer. Schließlich obsiegte Isidor im dritten Kampf, aber dabei zerbrachen die beiden Schwesterklingen zum ersten Mal.“

Es gibt keine Belege dafür, dass sich die Beziehung der beiden Lichtgeborenen danach verschlechtert hätte, dennoch wird Thaumaels Herausforderung gern als ungebührlich verstanden und seine spätere Pflicht als Jäger und Kämpfer gegen Abtrünnige als Bestrafung interpretiert. Während als gewiss gilt, dass Die Klinge ausgesandt wurde um Cobija zu bestrafen und immerhin noch vermutet werden kann, dass er gegen den Höllenfürsten Zhurem’dath stritt, ist die Geschichte, dass er es war, der Arachnan vor den Engelsrat brachte, wohl nicht mehr als ein Märchen.

Nach dessen Verbannung war es lange Zeit ruhig um Thaumael, das erste Mal trat er wieder in Erscheinung, um die Lehren Arachnan-Lathanaels zu verbreiten und dunkle Paladine zu berufen. Ganz gemäß seiner selbstgesteckten Ideale forderte „Die Klinge“ den damaligen Boten Tyraels, Uther, zum Zweikampf – und verlor dieses Duell, um die Schlacht zu gewinnen: Nicht viel später verriet Uther seinen strahlenden Herren, um das Knie vor dem Dunklen Engel zu beugen.

Ob Thaumael lange Jahre brauchte, um sich von diesem Kampf zu erholen, oder ob er anderweitig gebunden war, ist nicht bekannt – jedenfalls vollzog sich das weitere Schicksal der Anhänger Arachnans ohne sein Eingreifen und es brauchte lange Zeit, bis Thaumael wieder in Erscheinung trat. Aus irgendeinem Grund ignorierte er den Kult des dunklen Engels weitgehend und brachte stattdessen die Prophezeiung des Zeitenwechsels immer wieder zu Gehör. Seit einige Zeit befindet sich sein Schwert Iblamir in den Händen der Ordensritterin Liliana Kai’rish – wie Thaumael dazu steht, ist ebenso wie sein Verbleib unbekannt.

Geheimnisse

Tatsächlich geht die Geburt Thaumaels als Lichtgeborener auf das Wirken Lathanaels zurück, der den Kern des neuen Wesens aus der Seele des Paladins Darius Dertreius und den Fragmenten eines zerstörten Seraphen erschuf – sowohl die Kaltlodernde Iblamir, als auch die Himmelsglühende Sanaveh entspringen weiteren, durch Alathor überarbeiteten Trümmern einer zerschmetterten Seele.

Thaumael betrachte Lathanael stets als Mentor und Lehrer, umso tiefer war sein Schrecken, als der Freund nach der Begegnung mit den drei Übeln dem Wahnsinn verfiel und durch den Spruch des Engelsrates verurteilt wurde. Thaumael forderte eine Entscheidung durch einen Zweikampf darüber, was mit Lathanael, der sich nun Arachnan nannte, geschehen sollte und trat Isidor damit zum zweiten Mal gegenüber. Diesmal gab es nur eine einzige Runde: Thaumael gelang es die linke Hand der Ehernen Stirn abzuschlagen – aus ihr formte sich Melainthea – aber als die beiden Schwesterschwerter zum zweiten Mal brachen, gewann Isidor die Oberhand.
Arachnan-Lathanael wurde seiner Macht beraubt und durch die Steine der Verdammnis gebunden.

Lange Zeit hielt Thaumael sich darauf im Hintergrund, hadernd mit dem Schicksal seines Freundes, aber dennoch nicht bereit sich dem Schiedspruch des Rates zu widersetzen. Kurioserweise war es ausgerechnet die Verbannung Diablos, die ihn davon überzeugte einen neuen Weg zu gehen: Im Vergleich zu der Strafe, die Lathanael getroffen hatte, war diese auf Zeit ausgelegte Fortweisung nicht akzeptabel. Also begann er damit im Geheimen Jünger um sich zu scharren, forderte Uther zum Kampf – und verlor tatsächlich. Auch wenn es ihm auf diese Weise gelang den Boten Tyraels von seinen Absichten zu überzeugen, blieb diese Herausforderung nicht ungesühnt: Isidor sandte seine linke Hand, Melainthea, aber Thaumael schlug ihre Warnungen in den Wind. Also stieg die Eherne Stirn selbst herab und beraubte die Klinge ihrer Kraft, nichts als einen nahezu sterblichen Leib zurücklassen, in dem nur wahnsinnige Leere herrschte. Es kann als Ironie betrachtet werden, dass der wahrhaft unsterbliche Teil des Lichtgeborenen in die Kaltlodernde gesperrt wurde – auf gewisse Weise war der Beiname damit zur einzigen verbliebenen Wirklichkeit geworden.

Der eben erst ins Leben gerufene Kult des Dunklen Engels wurde durch die Lichtgeborenen ignoriert – aber andere Mächte erkannten ihre Chance und füllten die Lücke zu ihrem Vorteil aus.

Viele Jahre verbrachte Thaumael im Irrenhaus von Britain, seine Zeit damit verbringend endlos nachglimmende Zeichen an die kahlen Wände zu schreiben, bis die versteckte Essenz Melaintheas, gebunden an den ehemaligen Schreiber Wallmir Montered zu ihm gelangte. Thaumael nahm die verströmende Kraft auf und wuchs damit wieder zum Lichtgeborenen, aber die Ära seines eigentlichen Wirkens war nur kurz: Mit der Zeit dominierte die Essenz Melaintheas mehr und mehr, bis sie schliesslich den Vordergrund erstickte – was Thaumael gewesen war in diesem gestraften Leib, verblasste. Schliesslich legte Melainthea die Hülle des dunklen Seraphs ab und kehrte zurück in den Leib Vevile Silberhaars – um in der Festung der Ordensritterschaft Tyraels ihrem Schicksal zu begegnen.

Während all dieser Zeit blieb die wahre Essenz Thaumaels gefesselt in der flammenden Klinge, fähig zu beobachten, aber ohne die Möglichkeit in irgendeiner Art zu agieren. Es brauchte die Konfrontation mit einem alten Feind, um eine Bresche in das wohlgefügte Gefängnis zu schlagen, eine Lücke, an deren Vergrößerung der ehemalige Seraph seitdem arbeitet…

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Miridur

Verfasst von Tenebrias am 21.08.2008 - 14:15

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Seraph, wird gewöhnlich Tyrael zugeschrieben
  • Beinamen: /
  • Wahlspruch: /
  • Opfergaben: /
  • Symbole: /

Beschreibung

Der Name Miridur taucht auf, wenn vom Kreis der Ersten Acht die Rede ist – und ausschliesslich dort. Wenngleich ihm nicht nur die Tugend der Demut zugesprochen wird, sondern auch noch davon die Rede ist, dass er überhaupt der erste Seraph wäre, der erwachte, gibt es sonst keinerlei Wissen über diese Entität. Grund genug für manche Geistliche zu vermuten, dass es sich bei Miridur tatsächlich um Tyrael selbst handelt – wer sonst noch den Namen kennt, ordnet ihn einfach der Gefolgschaft des Lichtdelphins zu.

Geschichte

Es gibt keine bekannte Geschichte Miridurs.

Geheimnisse

Unbekannt.

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Zikador

Verfasst von Tenebrias am 21.08.2008 - 13:57

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Heermeister Nordens, vernichtet
  • Beinamen: Das gefrierende Eis Nordens, Das Kalte Herz, auch Zikhador genannt
  • Wahlspruch: /
  • Opfergaben: /
  • Symbole: seltenst, da faktisch unbekannt: Eine stilisierte Schneeflocke, die nach unten hin glatt und stumpf ist

Beschreibung

Zikador, so wird in manchen Geschichten der Heermeister Nordens genannt.

Geschichte

Es gibt keine bekannte Geschichte Zikadors.

Geheimnisse

Zikador ist, oder besser war, einer der Heermeister, die von den drei Brüdern erwählt und beschenkt wurden. Einstmals einer der Erstgeborenen, veränderte sich Zikador unter der lebensvernichtenden Kälte Nordens in ein Herz aus kaltem Eis. Reduziert auf die erstarrte Unbeweglichkeit des eisigen Elements, ging dem Heermeister die Fähigkeit zur Bewegung gänzlich ab, aber er musste auch nicht vor Ort sein, um dem Willen seines Herren zu dienen.

Das Geschenk der Macht Nordens formte die Eisinsel zu jenem unwirtlichen, feindseligen Eiland, als dass sie auch heute, Jahre noch ihrem Verschwinden, noch bekannt ist, die frostige Präsenz Zikadors bewahrte die Kälte zwischen der Glut Nujel’ms und den friedlichen Gestaden Moonglows. Das Siegel Calilbrisnen verhinderte eine weitere Ausbreitung und die Kontrolle der Frostdrachen, aber dennoch sickerte über die Jahre etwas der vergifteten Präsenz Zikadors in das Sein der Eismenschen und Wikinger ein, die sich auf der Eisinsel die Siedlung Vineta errichtet hatten.

Der Verlust Calibrisnens konnte auch ein Artefakt Westens nicht ausgeglichen werden, binnen kurzer Zeit regte das kalte Herz sich wieder und sein Schlag trieb alles Leben hinter die Wälle Vinetas zurück. Die abschließende Konfrontation folgte jedoch durch einen anderen, älteren Feind und Konkurrenzen: Thrimanenris, das verdorbene Leben Westens, der den Lebenden nur unter der ehrfürchtigen Bezeichnung „Der Lichelord“ bekannt ist, führte seine untoten Horden gegen die aus Eis geschaffenen Kreaturen Nordens, nicht bereit den erahnten Sieg über die Welt zu teilen.

Durch den Schutz der Untoten gelang es einer kleinen Gruppe von Sterblichen schließlich bis zum kalten Herz vorzudringen, der Paladin Jean Morou opferte sein Leben und sein Engelsschwert, um Zikador zu vernichten. Sterbend riss der Heermeister Nordens die Eisinsel mit sich ins Nirgendwo – und dort ruht sie noch immer.

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Glamael

Verfasst von Tenebrias am 21.08.2008 - 12:34

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Seraph in der Gefolgschaft Tyraels
  • Beinamen: Die Gläserne Harfe
  • Wahlspruch: /
  • Opfergaben: Vorträge, Lieder, Spielzeuge und ähnliches; möglichst selbstgeschaffen
  • Symbole: Eine gläserne Harfe, selten auch eine gläserne Schwinge, ganz selten ein spiegelnder Rundschild

Beschreibung

Der Meisterbarde ist einer der ältesten Lichtgeborenen, auch wenn er dem Kreis der ersten Acht nicht zugerechnet wird, heisst es bisweilen doch, dass er aus dem ersten Singen der Sterne entstanden sei, noch bevor seine Geschwister sich regten. Es gibt keine zuverlässigen Quellen, die davon sprechen wann er sich Tyrael anschloß, tatsächlich nicht einmal nachprüfbare Berichte über jene Auftritte, die der Gläsernen Harfe so gern nachgesagt werden und zumeist ausdrücklich die Unterschiede zwischen der schöpferischen Kreativität Glamaels und Alathors betonen.

Die große Gabe des Seraphen ist es die Schaffenskraft zu fördern, jene Lust an der Schöpfung, die kein dahinterstehendes Ziel und keinen großen Sinn braucht, sondern bereit ist, sich an der Schönheit eines Augenblicks selbst zu erfreuen. Kaum verwunderlich, dass es Stimmen gibt, die Glamael eine Nähe zum Elfenvolk nachsagen, aber wenn darin Wahrheit liegt, dann ist sie den Nachkommen der Erstgeborenen selbst nicht bekannt. Die Vorstellung hat dennoch etwas für sich, hebt Glamael auch vom strengen Ernst seiner Geschwister ab, denn er ist der Eine, der immer ein Lächeln trägt und sich an allerlei Kleinigkeiten erfreut.

Schausteller rufen ihn bisweilen an um sich zu beflügeln, der verliebte Dichter bittet um seine Inspiration und wenngleich sich Glamael nie offen zeigt, spendet er doch ungesehen bisweilen Erkenntnisse, die sich nicht auf Logik stützten, sondern nur der Intuition zu folgen scheinen. Das Verhältnis zur gerichteten Schaffenskraft der Handwerkerzunft ist gespalten: Auf der einen Seite haben viele Meister nicht viel übrig für Tändelei und Trödelei, auf der anderen Seite erkennen auch sie, dass ein Werkstück nicht allein der Funktion zu folgen hat, sondern Schönheit braucht.

All diese offenkundige Freundlichkeit darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Glamael auch die Streitbarkeit der Bardenzunft besitzt und durchaus bereit ist zur Waffe zu greifen, um einen Frevel wider die allumfassende Harmonie des Sphärensangs auszugleichen – entsprechend beschränken sich die Beschreibungen seines Erscheinens nicht nur auf die Aureole des Lichts, aus der unverwechselbar vier gläserne, ständig leise klingende Schwingen ragen und die gläsernen Augen, in denen jeder wagemutige Betrachter das Spiegelbild seiner Seele findet, sondern auch auf das weit streitbarere Bild mit dem gleißenden Schwert Silaisaril, das bisweilen als Stahlklang gerufen wird und dem spiegelnden Schild Albiel, der ein schlafendes Gewissen erwecken kann.

Geschichte

Trotz zahlreicher Beschreibungen von Zusammentreffen mit, oder zumindest Inspiration durch Glamael, gibt es keine bestätigten Berichte seines Auftreten.

Geheimnisse

Vor langer Zeit stritt Glamael gegen Malakil, einen Dämonen aus der Gefolgschaft um die Seele eines Sterblichen. Der Kampf endete ohne einen Sieger, unter dem Druck der entfesselten Gewalten wurden beide Wesenheiten halb zerschmettert und halb verschmolzen. Isidor persönlich versiegelte den Ort der Katastrophe, machte ihn zum Kerker der zerschmetterten Kreatur, während Ubirath flammende Worte in den Stein schrieb.

Das zwiefach Blut aus der Rabenmutter Nest für den Mut.
Des Boten geschliffenen Geist für das Wort.
Der gläsernen Finger Sang für die Stimme.
Des Herzens zerstreuter Geist für den Willen.
Unter dem Herz des Winters wird der Ruf erhört.

Lange Zeit dämmerte Glamael nur vor sich hin, erwachend allein in jenen seltenen Momenten, als ein Gebet zu ihm durchdrang, aber nicht zu Verstand findend. Der unter der verlorenen Oberfläche brandende Wunsch wieder vollständig zu sein, ließ ihn die Todesalben erschaffen, untote Wesenheiten, die wie eine Mischung aus Vampiren und Ghulen anmuten – sie wurden zu den Augen und Ohren des Gefallenen. Erst ein Erdbeben aber erweckt Glamael so weit aus seinem vergifteten Schlaf, dass er es vermag zwischenzeitlich Einfluss auf seine Kreaturen zu nehmen. Dieser Gewinn geht mit einer rasenden Vermehrung der Kreaturen Hand in Hand – alte Gerüchte von Serpents Hold erscheinen wie Kindermärchen, als Skara Brae von marodierenden Alben attackiert wird. Die damit erweckte Aufmerksamkeit führt erstmals dazu, dass den Menschen etwas über das Schicksal des Gläsernen bekannt wird – aber die Mitglieder der Gemeinschaft der Flamme hüten ihr Wissen. Die Einmischung über die auffällige Konkurrenz besorgter Vampire sorgt schliesslich für eine erste Kulmination der Ereignisse: Sie stoßen bis zum Kerker Glamaels vor und erfüllen völlig zufällig die an das Siegel Isidors geknüpfte Bedingung, so dass der Gläserne befreit wird.
Damit hat der Terror der Todesalben ein Ende – die nun befreite, aber längst nicht geheilte Kreatur macht sich auf die Jagd nach ihren Geschöpfen, nicht ahnend, dass die Hälfte seiner Essenz in diesen zahlreichen Splittern steckt. Je mehr der Alben Glamael vernichtet, desto mehr dieser Kraft verteilt sich auf die verbliebenen Kreaturen. Zurück am Ursprung, wo die flammenden Worte noch immer warten, verschmelzen die letzten beiden Alben zu einer Glamael ebenbürtigen Kraft. Lange geschmiedete Pläne finden ihren Abschluss, als die Herrin der Vielen Jikhritel sich offen ins Geschehen einmischt und trennt, was verbunden war, so dass Malakil und Glamael in alter Vollständigkeit auferstehen. Ihr Versuch den Gläsernen zu unterwerfen, scheitert jedoch an noch größeren Plänen – am Ende sind alle Fäden so verwoben, wie Ubirath es plante und der Meisterbarde kehrt an der Seite seiner Geschwister zurück an die Seite Tyraels.

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Elimnel

Verfasst von Tenebrias am 03.03.2008 - 12:39

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Seraph in der Gefolgschaft Tyraels
  • Beinamen: Die Glaubenshüterin
  • Wahlspruch: „Es gibt keinen Zweifel.“
  • Opfergaben: Keine, Elimnel verspricht man eine Quest
  • Symbole: Kreis, gefaltete Hände, bisweilen stilisierte Siegel, selten ein zum Schwert auslaufendes Ankh

Beschreibung

Elimnel wird nicht allein dem Kreis der ersten Acht zugeordnet, sondern gilt nach Gorath als die Zweite, die sich der Offenbarung Tyraels anschloss. Obgleich unzweifelhaft eine der mächtigeren Lichtgeborenen, wird sie doch verhältnismäßig selten angerufen und es gibt selbst unter den geweihten sterblichen Dienern des des Erstgeborenen nur Wenige, die sich Elimnel als Patron erwählt haben. Bisweilen wird als Grund genannt, dass die Rolle Elimnels als Glaubenshüterin in der Mitte zwischen dem ungezügelten Kampfeswillen Isidors und der Geborgenheit verheissenden Umarmung Manhelas steht, aber tatsächlich gehen ihre Ansprüche weit darüber hinaus.

Entsprechend vieldeutig sind Darstellungen, die schlicht zwischen einer weiblichen Version Isidors schwanken und sie als gerüstete Kriegerin mit Waffe und Wehr aus Licht zeichnen, oder sich stattdessen auf den über Tempel hinausgehenden Aspekt des Bewahrens konzentrieren und darum Kreise, manchmal auch stilisierte Siegel genutzen. Der im Kern liegende Aspekt des Vertrauens findet sich verhältnismäßig selten, die gefaltenen Hände tauchen selten einmal auf und werden dann meist der Symbolik eines längst untergegangenen Ordens der Glaubenshüterin zugeschrieben.

Letztlich steht Elimnel für das Urvertrauen, für die Kraft jeden Wunsch der eigenen Seele aufzugeben, um sich demütig dem höheren Plan einer größeren Entität zu beugen. „Wer will zweifeln an SEINER Herrlichkeit?“ – so spricht sie im Bewußtsein, dass kein Mensch sich wahrlich so weit erheben könnte. So behütet sie das Vertrauen, mahnt an Demut und Mut, wenn sich die Geschicke so verändern, daß die Hoffnung der Sterblichen sinkt denn „SEIN Plan formt größere Kreise als Du beschreiten kannst.“, aber ihre Mahnung gilt nicht weniger ihren lichtgeborenen Geschwistern.

Interessanterweise spricht man Elimnel dennoch keineswegs die Tugend der Demut zu, die stattdessen als Aspekt des letztlich unbekannten Miridur begriffen wird, sondern die Gerechtigkeit – eine Tatsache, die schon mehr als einen Geweihten verwirrt hat und wohl einen Teil dazu beiträgt, dass die Glaubenshüterin so selten als Vorbild gewählt wird. Wäre die Darstellung des zum Schwert auslaufenden Ankh verbreiteter, könnten daraus durchaus Schlüsse auf das Wesen Elimnels gezogen werden.

Geschichte

Wenngleich keine wirklich Auftritte von großer Bedeutsamkeit überliefert sind, zeigte sich Elimnel bisweilen ausgewählten Dienern, zumeist Paladinknappen oder angehenden Priestern.

Geheimnisse

Die Glaubenshüterin trägt ihre Tugend nicht grundlos, denn sie ist die Stimme des göttlichen Rechts. Sie fällt die Urteile, die Lichtgeborene verdammen oder ihnen Gnade gewähren. Arachnan, Thaumael, Saedaerin - die Liste ist bereits lang und sie wächst beständig. In letzter Zeit hält die Glaubenshüterin bevorzugt Ubirath im Auge, dessen Pfad ihr schon lange ein Dorn im Auge ist.

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Iblamir

Verfasst von Tenebrias am 20.02.2008 - 09:13

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Artefakt, ein Schwert aus erstarrtem Feuer
  • Schöpfer: Alathor
  • Besitzer: Lili Kai’rish
  • Beinamen: Die Kaltlodernde
  • Sonstiges: Iblamir ist die Schwesterklinge Sanavehs, der „Himmelsglühenden“ und war lange im Besitz Thaumaels

Beschreibung

Iblamir, das aus Sternensilber geformte Schwert mit dem Beinamen „Die Kaltlodernde“ , offenbart sich auf den ersten Blick als etwas Besonderes: Die nahezu vier Spann lange Klinge scheint aus einer erstarrten Flamme zu bestehen, durch deren rotglühende Helligkeit der Hintergrund vage zu erkennen ist. Dort wo sich bei einer normalen Waffe die Fehlschärfe findet, nimmt die Glut einen etwas dunkleren Ton an, wächst zu geraden Parierstangen und einem knaufbewehrten Griff. Auch wenn das Auge daran zweifeln könnte, ist Iblamir doch vollständig materiell, fordert aber eine ganz spezielle Schwertscheide: Kaltlodernd mag der Name sein, aber dennoch trägt Iblamir die Glut der Flamme in sich und kann dünne Holzspäne allein durch seine Berührung schon zu entzünden. Diese Hitze bekommt auch Jeder zu spüren, der Hand an die Waffe legt.

Iblamir trägt ein eigenes, wenngleich auch an Konversation nicht wirklich interessiertes Bewußtsein. Damit ist die Kaltlodernde in der Lage sich den Träger zu wählen und dieser ist auch der Einzige, der die Waffe führen kann, ohne sich mit der flammenden Hitze auseinandersetzen zu müssen. Einem einmal gewählten Träger bleibt Iblamir treu, bis dieser entweder stirbt, oder gegen den Ehrenkodex der Waffe verstößt. Die Fähigkeit den Aufenthaltsort zu verändern geht wahrscheinlich auf allgemeine karmatische Fähigkeiten der Klinge zurück und könnte sich auch noch anderweitig ausprägen.

Für einen Geweihten ist die karmatische Signatur eindeutig zu bemerken, nicht aber einfach zuzuordnen – tatsächlich besitzt Iblamir keine abhängige Signatur einer Gottheit, sondern formt aus sich selbst heraus eine Identität. Das heisst: Iblamir läßt sich als Iblamir erkennen.

Als erstarrte Flamme hat Iblamir nicht nur keinen Bedarf an Reinigung oder gar Schleifstein, sie ist darüber hinaus nur durch entsprechend machtvolle Entitäten oder Gegenstände überhaupt zu beschädigen. Selbst die Konfrontation mit elementarem Eis oder Wasser vermag die Kaltlodernde nicht zu beeinflussen, sorgt aber im Gegenzug für eine Menge Dampf.

Mit Iblamir geschlagene Wunden hinterlassen verbranntes Fleisch und damit eine ganz unverkennbare Spur.

Durch die Augen eines Zauberers betrachtet, stellt sich die Waffe als Kuriosum dar: Sie besitzt nicht nur keine astrale Signatur, sondern ist auf der Astralebene überhaupt nicht sichtbar.

Geschichte

Thaumael hatte sich die Ehre gewählt und die Ehre brachte ihn dazu einen Kampf zu fechten, von dem er selbst nicht glaubte, gewinnen zu können. Verstehst du den Unterschied, zwischen Isidor und Thaumael? Sie beide kämpfen, aber ihre Gründe sind unterschiedlich. Aber keiner von ihnen ist bereit alles für den Sieg zu opfern. Nun, Isidor und Thaumael trugen beide Engelsschwerter, die ihnen Alathor gefertigt hatte: Sanaveh, „Die Himmelsglühende“ war Isidors Besitz, Iblamir „Die Kaltlodernde“ führte Thaumael. Den ersten Kampf entschied die Eherne Stirn für sich, den zweiten dagegen sein Herausforderer.
- neuzeitliche Unterweisung über das Wesen der Seraphim

Iblamir wurde einst von Alathor aus dem Herzen einen gefallenen Sterns geformt und ist die Schwesterklinge Sanavehs, der „Himmelsglühenden“, im Besitz Isidors. Ursprünglich als Geschenk für Thaumael bestimmt, nahm Iblamir die Ehrenhaftigkeit ihres Besitzers an und folgte dem Seraph später in die Verbannung. Iblamir zerbrach, wie Sanaveh auch, bereits zweimal: Jeweils in einem Kampf der beiden Schwesterklingen und es heisst, dass sie noch ein drittes, letztes Mal bersten müssen, bevor dieses Zeitalter endet.

Nach der Verschmelzung von Melainthea und Thaumael ging Iblamir in den Besitz von Lili Kai’rish über.

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