Tenebrias

~ Ein Spiegel für den Winter meiner Seele ~

Archiv für die Kategorie ‘Artefakt’

Nauntelrir

Verfasst von Tenebrias am 14.11.2008 - 18:42

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Artefakt, eine Widderhornkrone
  • Schöpfer: Khalizius
  • Besitzer: Cobija
  • Beinamen: Grimmstirn
  • Sonstiges: Die Widderhornkrone wurde es dem Bruchstück eines zersprengten Seraphs geformt

Beschreibung

Öffentlich

Nauntelrir, auch Grimmstirn gerufen – das sind im Normalzustand einfach nur zwei verdrehte, goldglänzende Widderhörner von entsprechendem Gewicht, die durch ein eisernes Runenband von knapp einem Spann Länge verbunden sind. Erst wenn ein Träger diese Hörner an den eigenen Schädel hält, offenbart sich die eigentliche Gestalt: Binnen Momenten überzieht helles Gold den gesamten Kopf bis zum Hals hin und verdeckt alle Details. Augen, Ohren und Mund entstehen erst gut einer Minute und erlauben dem Erstickenden wieder Atem zu schöpfen – formen dabei eine gräßliche Dämonenfratze, die allein die Emotionen der flüsternden Widderhörner zuläßt.

Begabte

Die Widderhornkrone ist nicht nur frei von Magie, sondern besitzt nicht einmal eine astrale Aura. Für astrale Wahrnehmung ist sie vollkommen unsichtbar.

Geweihte

Die Widderhornkrone besitzt eine eigene Aura, die sich keiner bekannten Wesenheit zuordnen läßt und weder wirklich als gut noch als böse eingeordnet werden kann. Tatsächlich ist Nauntelrir einfach als Nauntelrir zu erkennen – eine eigenständige Entität.

Geschichte

Öffentlich

Nahezu unbekannt. Bisweilen wird die goldene Widderhornkrone unter dem Namen Grimmstirn in Märchen erwähnt, in denen es in erster Linie um Lehren in Eitelkeit geht. Zugeschriebene Fähigkeiten sind die eines flüsternden Ratgebers ebenso wie die des Bösen Blicks, der Pflanzen verdorren und Blut in den Adern stocken läßt.

Sehr gut sortierte Bibliotheken

Die Widderhornkrone wird als Höllenartefakt beschrieben, ohne dass es genauere Aussagen über den Schöpfer gäbe. Die zugeschriebenen Fähigkeiten entsprechen zumeist denen der Märchen, zuweilen erweitert um eine unspezifizierte Aussage, dass Feenpfade geöffnet werden könnten. Hier läßt sich unter Umständen auch die Beobachtung wiederfinden, dass die Krone keine astrale Signatur besitzt.

Ubirath

Nauntelrir wurde durch den Höllenschmied Khalizius aus dem Bruchstück eines Seraphen geschaffen, um den dämonischen Horden eine Möglichkeit zu bieten unbemerkt und unbehelligt zwischen den Welten wandern zu können und besitzt damit die Funktion eines echten Portalöffners in fremde Welten.

In diesem Sinne wurde das Artefakt auch erprobt, als Cobija, damals noch in den Diensten des Lichtes die Pforten des Übergangs bewachend, zufällig darauf stieß. Es gelang ihm das Stück zu erbeuten, Ubirath selbst entschied indes, dass die Krone nicht vernichtet, sondern nur verborgen werden sollte. Unter Skara Brae wurde das Versteck angelegt und durch einen Teil der Prophezeiung des Weltenwandels ergänzt:

Wenn Die Nacht Am Tage Hereinbricht,
Wenn Die Felsen Sich Erheben,
Wenn Die Hüter Des Fluches Zum Fluch Werden,
Wenn Der Gesang Der Äonen Die Wirklichkeit Durchtreibt,
Wenn Der Quell Der Seelen In Tiefste Dunkelheit Fällt.

Dann Wird Die Maske Des Verderbers Offenbar,
Dann Versagen Mut Und Kraft Vor Den Worten Des Falschen Spiegels,
Dann Werden Aus Kraft Geschriebene Worte Zum Himmel Steigen
Und Der Nabel Der Welt Findet Einen Neuen Ort.

Dort blieb Nauntelrir lange Jahre verborgen. Cobija selbst, der von seinen Pflichten schliesslich überwältigt wurde und ins Dunkel fiel, sammelte eine halbe Ewigkeit lang die Essenz seiner lichten Geschwister um das Siegel vorübergehend zu öffnen und die Krone an sich nehmen – unbemerkt vom Wächter des Neunten Tores, der seinen Platz im Spiegelraum eingenommen hatte.

Fähigkeiten

Nauntelrir ist in der Lage Portale zwischen den Welten zu öffnen und zwar an der Aufmerksamkeit der dafür bestellten Wächter vorbei.

Darüber hinaus ermöglicht die Krone durch alle Formen von Materie hindurchzublicken und verleiht jedem Träger die Fähigkeit die astrale Wirklichkeit wahrzunehmen, selbst die Ebene der Toten kann auf diese Weise durchblickt werden.

Diese Fähigkeiten haben jedoch ihren Preis: Nauntelrir ist selbst eine sich völlig bewußte Entität und kann, einmal aufgesetzt, erst nach 24 Stunden wieder abgenommen werden. Während dieser Zeit weidet die Krone sich am Karma des Trägers, Sterbliche werden zudem erschöpft, wie nach schwerem Blutverlust. Es ist durchaus denkbar, dass die Nutzung der Widderhörner durch Auszehrung zum Tode führt oder zumindest bleibende Schäden hinterläßt.

Einen Preis kündet Nauntelrir sogar selbst an: Der Träger mag bestimmen wohin die Weltentore sich öffnen, aber irgendwann wird die Krone etwas.. oder Jemanden .. entrücken, der dem Träger lieb und wertvoll ist.

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Iblamir

Verfasst von Tenebrias am 20.02.2008 - 09:13

Für den eiligen Leser

  • Einordnung: Artefakt, ein Schwert aus erstarrtem Feuer
  • Schöpfer: Alathor
  • Besitzer: Lili Kai’rish
  • Beinamen: Die Kaltlodernde
  • Sonstiges: Iblamir ist die Schwesterklinge Sanavehs, der „Himmelsglühenden“ und war lange im Besitz Thaumaels

Beschreibung

Iblamir, das aus Sternensilber geformte Schwert mit dem Beinamen „Die Kaltlodernde“ , offenbart sich auf den ersten Blick als etwas Besonderes: Die nahezu vier Spann lange Klinge scheint aus einer erstarrten Flamme zu bestehen, durch deren rotglühende Helligkeit der Hintergrund vage zu erkennen ist. Dort wo sich bei einer normalen Waffe die Fehlschärfe findet, nimmt die Glut einen etwas dunkleren Ton an, wächst zu geraden Parierstangen und einem knaufbewehrten Griff. Auch wenn das Auge daran zweifeln könnte, ist Iblamir doch vollständig materiell, fordert aber eine ganz spezielle Schwertscheide: Kaltlodernd mag der Name sein, aber dennoch trägt Iblamir die Glut der Flamme in sich und kann dünne Holzspäne allein durch seine Berührung schon zu entzünden. Diese Hitze bekommt auch Jeder zu spüren, der Hand an die Waffe legt.

Iblamir trägt ein eigenes, wenngleich auch an Konversation nicht wirklich interessiertes Bewußtsein. Damit ist die Kaltlodernde in der Lage sich den Träger zu wählen und dieser ist auch der Einzige, der die Waffe führen kann, ohne sich mit der flammenden Hitze auseinandersetzen zu müssen. Einem einmal gewählten Träger bleibt Iblamir treu, bis dieser entweder stirbt, oder gegen den Ehrenkodex der Waffe verstößt. Die Fähigkeit den Aufenthaltsort zu verändern geht wahrscheinlich auf allgemeine karmatische Fähigkeiten der Klinge zurück und könnte sich auch noch anderweitig ausprägen.

Für einen Geweihten ist die karmatische Signatur eindeutig zu bemerken, nicht aber einfach zuzuordnen – tatsächlich besitzt Iblamir keine abhängige Signatur einer Gottheit, sondern formt aus sich selbst heraus eine Identität. Das heisst: Iblamir läßt sich als Iblamir erkennen.

Als erstarrte Flamme hat Iblamir nicht nur keinen Bedarf an Reinigung oder gar Schleifstein, sie ist darüber hinaus nur durch entsprechend machtvolle Entitäten oder Gegenstände überhaupt zu beschädigen. Selbst die Konfrontation mit elementarem Eis oder Wasser vermag die Kaltlodernde nicht zu beeinflussen, sorgt aber im Gegenzug für eine Menge Dampf.

Mit Iblamir geschlagene Wunden hinterlassen verbranntes Fleisch und damit eine ganz unverkennbare Spur.

Durch die Augen eines Zauberers betrachtet, stellt sich die Waffe als Kuriosum dar: Sie besitzt nicht nur keine astrale Signatur, sondern ist auf der Astralebene überhaupt nicht sichtbar.

Geschichte

Thaumael hatte sich die Ehre gewählt und die Ehre brachte ihn dazu einen Kampf zu fechten, von dem er selbst nicht glaubte, gewinnen zu können. Verstehst du den Unterschied, zwischen Isidor und Thaumael? Sie beide kämpfen, aber ihre Gründe sind unterschiedlich. Aber keiner von ihnen ist bereit alles für den Sieg zu opfern. Nun, Isidor und Thaumael trugen beide Engelsschwerter, die ihnen Alathor gefertigt hatte: Sanaveh, „Die Himmelsglühende“ war Isidors Besitz, Iblamir „Die Kaltlodernde“ führte Thaumael. Den ersten Kampf entschied die Eherne Stirn für sich, den zweiten dagegen sein Herausforderer.
- neuzeitliche Unterweisung über das Wesen der Seraphim

Iblamir wurde einst von Alathor aus dem Herzen einen gefallenen Sterns geformt und ist die Schwesterklinge Sanavehs, der „Himmelsglühenden“, im Besitz Isidors. Ursprünglich als Geschenk für Thaumael bestimmt, nahm Iblamir die Ehrenhaftigkeit ihres Besitzers an und folgte dem Seraph später in die Verbannung. Iblamir zerbrach, wie Sanaveh auch, bereits zweimal: Jeweils in einem Kampf der beiden Schwesterklingen und es heisst, dass sie noch ein drittes, letztes Mal bersten müssen, bevor dieses Zeitalter endet.

Nach der Verschmelzung von Melainthea und Thaumael ging Iblamir in den Besitz von Lili Kai’rish über.

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